Willy Hirsch, Verein SV Halle Triathlon, Deutscher Meister auf der Mitteldistanz in der Eliteklasse 2022 stand uns zwischen zwei Trainingseinheiten für ein paar Fragen bereit.

 

Hallo Willy,

erst einmal herzlichen Glückwunsch von uns! Du hast dir im Rahmen des Audi Triathlon Ingolstadt powered by BÜCHL den Deutschen Meistertitel über die Mitteldistanz in der Eliteklasse gesichert.

 

Erzähl, hast du es schon realisiert, was du erreicht hast?

Willy: Jetzt mittlerweile ja, ich habe es sacken lassen und den Wettkampf habe ich mit meinem Trainer ausgewertet.

 

Auf deiner Facebook-Seite schreibst du:

Das Rennen verlangte alles. Erstmal kein Wasser mehr. Gutes Gefühl auf dem Fahrrad von Anfang an bis es anfing zu regnen. Starker Regen, kalte Temperaturen und steigender Wind machten es noch schmerzhafter. Irgendwie mit gefrorenen Händen und Füßen bis T2 geschafft. Etwas zu viel Zeit dort verbracht und ein bisschen gebraucht um sich beim Laufen wieder warm zu machen. Aber meinen Rhythmus gefunden und von P3 nach vorne geschafft. Fühlen war gut bis zum Ziel.

Klingt nach einem harten Stück Arbeit?

Willy: Das war es definitiv, der Wettkampf hat mir alles abverlangt.

Die Bilder (danke übrigens für die Bereitstellung) zeigen einen fokussierten Willy Hirsch, wie hast du dich auf die Deutschen Meisterschaften vorbereitet?

Willy: Genau wie auf alle meine Wettkämpfe. Wir haben zwar ein paar mehr Trainingsumfänge eingebaut, aber nichts spezielles.

 

Mit welchem realistischem Ziel bist du eigentlich nach Ingolstadt gefahren?

Willy: Nachdem ich in die Startliste geschaut habe, wäre ich mit einer TOP-3-Platzierung zufrieden gewesen.

Deine Zeiten im Schwimmen mit 22.27min auf 2000m, 80km Rad in 1h53min30 und anschließend einen Halbmarathon in 1h10min09, wie zufrieden bist du selbst mit deiner Leistung, abgesehen von deiner Platzierung?

Willy: Definitiv bin ich sehr zufrieden. Ich freue mich persönlich mehr über die endlich mal gezeigten Leistungen als die Platzierung.

War diese Woche nach deinem Meistertitel genau so, wie andere Wochen?

Willy: Nein, es war sogar stressig gewesen, das mediale Interesse war groß und es waren schon einige Interviews die ich geben musste.

 

Etwas negatives habe ich übrigens gefunden, dein Wechsel T2 von Rad in die Laufschuhe, war die zweitschlechteste Zeit aller Teilnehmer in deinem Elite-Wettkampf.
Erzähl!

Willy: Das war tatsächlich der Temperatur geschuldet. Ich hatte kein Gefühl mehr durch die Kälte, den Regen und auch den Hagel in den Händen gehabt. Bremsen und Schalten war kaum möglich und ich war auch froh nicht gestürzt zu sein.

 

Wenn man sich auf Wikipedia die chronologischen Deutschen Meister auf der Mitteldistanz im Triathlon anschaut, kommt 2017 Jan Frodeno, 2019 Sebastian Kienle und 2022 Willy Hirsch.
Wo willst du noch hin?

Willy: Gemeinsam mal an der Startlinie eines Wettkampfes stehen und dann mal schauen was geht. 🙂

 

Welcher Wettkampf steht als nächstes für dich an?

Willy: Wettkämpfe in der 1. und 2. Bundesliga für mein Berliner Team und als nächstes großes Event starte ich beim IRONMAN 70.3 Dresden im Juli diesem Jahres auf der Mitteldistanz.

Unsere jüngeren Athleten interessiert sicherlich, welche Rituale hast du vor dem Wettkampf?

Willy: Ganz wichtig bei mir, am Abend vor dem Wettkampf ein Eis zu essen, „Carbo loading“ pur für den Körper zum Wettkampf.

 

Willy, DANKE für das angenehme Interview, bleib gesund und ich hoffe wir sehen dich immer mal bei unseren örtlichen Wettkämpfen als Teilnehmer, die wir als SV Halle Triathlon durchführen wie den Heidelauf, der übrigens am 12.06. seinen letzten Wettkampf vor der Sommerpause hat.

 

 

Fotos: Stefan Dietze, Harald Eggebrecht

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