Am Wochenende fand der größte und wohl auch der härteste Crosstriathlon Europas statt. Die Strecke des Xterra Frankreich wird gern auch als "The Monster" bezeichnet. Als wir am Samstag die Strecke in den Vogesen abfahren und -laufen wollten begrüßte uns Frankreich mit Regen, Wind und kalten Temperaturen. Beim Abfahren wurde mir klar, warum die Strecke "The Monster" genannt wird. Knapp 1400Hm auf 40km beim Radfahren und nochmal gut 350Hm auf den 11 Laufkilometern. Das ganze auf feinsten Trails mit teilweise schwierigen Abfahrten. Technisch war die Strecke zwar sehr anspruchsvoll aber durchgängig fahrbar.

Am Renntag gab es dann glücklicherweise Sonnenschein und angenehm warme Temperaturen, so dass meine Befürchtungen an eine Wiederholung der Schlammschlacht weggeblasen waren.

Nach einem guten Start konnte ich mich beim Schwimmen in der ersten großen Verfolgergruppe postieren und das Wasser zusammen mit, unter anderem Ruben Ruzafa, Bradley Weiss, Yeray Luxem und Arthur Serries, verlassen. Auf dem Rad versuchte ich erstmal meinen Rhythmus zu finden. Da es die ersten 6km nur bergauf ging konnte ich schon einige Plätze gutmachen. Zusammen mit Malte Plappert konnte ich bald Hannes Wolpert einholen. Nach der Ersten von 2 Runden befand ich mich auf Platz 12 im Profifeld und fühlte mich noch relativ fit. Die Zweite Runde verlief ebenfalls ganz gut und ich konnte noch Maxim Chane (4. U23 EM) und Roger Serrano (Sieger in Malta) einsammeln. Auf Platz 11 und doch ziemlich angeschlagen zog ich dann, nach gut 2:35h Wettkampfdauer, die Laufschuhe an. Die Laufstrecke führte erst knapp 2km bergan mit einem darauf folgenden steilen Downhill, bis es noch knapp 2km Flach dahin ging. Auf der ersten Runde konnte ich sehr schnell Francois Carloni einholen. Auf der zweiten Runde war ich dann schon ziemlich im Tunnel und es fiel mir wirklich schwer auf den Trails noch eine schnelle und sichere Linie zu finden. Trotzdem konnte ich noch Christoph Betard einholen, der seinem schnellen Bikesplit etwas Tribut zollte. Gut 1km vor dem Ziel sah ich Bartosz Banach vor mit, der mich auf dem Rad noch mit gefühlt der doppelten Geschwindigkeit überholt hatte (2. Radzeit hinter Ruzafa). Ich quetschte also das letzte Bisschen aus mir heraus und konnte ihn im Zielsprint noch abfangen. Mit der vierten Laufzeit des Tages stand am Ende also der 8.Platz bei einem Rennen, das zurecht der "Ironman des Crosstriathlons" genannt wird.

Mit dem Ergebnis und meiner Leistung bin ich rundum zufrieden! Ich konnte die Abstände nach vorn stark verkürzen und als einer der jüngsten Profis des gesamten Feldes in die Top 10 bei dem größten Rennen der Szene vorstoßen! Zugleich bringen mich die Punkte, die ich durch den 8.Platz erhalten habe auf Platz 15 in der Xterra-European-Tour Wertung.

Jetzt heißt es regenerieren um bis zur Bundesliga mit den Weimarer Ingenieuren am 17. Juli wieder fit zu sein.

Mein Dank gilt meiner Freundin und meiner Familie für die Wahnsinns Unterstützung vor Ort!!!

Und natürlich allen Ausrüstern, Sponsoren und dem TVSA für das super Setup beziehungsweise die Unterstützung!

Peter Lehmann

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